"Qualitätscheck Nachhaltigkeitsstandards" ist Leuchtturmprojekt 2015
Der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung zeichnet "Qualitätscheck Nachhaltigkeitsstandards" als Leuchtturmprojekt der Nachhaltigkeitsstrategie 2015 aus.
Umweltzeichen können die Einkäufer der öffentlichen Hand bei der nachhaltigen Beschaffung unterstützen. Die hinter den Umweltzeichen stehenden Kriterien können bei der Beschaffung umweltfreundlicher und sozialer Produkte genutzt werden. Auch im Bereich der Privatkonsumenten sind Siegel hilfreich, ökologische und soziale Aspekte bei der Kaufentscheidung mit einzubeziehen. Bundesminister Altmaier sieht zusätzlich die dahinterstehenden positiven Effekte auf die Wirtschaft:
„Die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards bei der Produktherstellung und im Produktdesign, in der Unternehmensführung und im Verbraucher- und Nutzerverhalten kann Innovationen hervorbringen. Mit nachhaltigem Konsum sind für die deutsche Wirtschaft aufgrund der Qualität und Energieeffizienz ihrer Produkte große Marktchancen verbunden“.
Quelle: Bundesregierung
Mit einer Reihe von Vorhaben zielt die Bundesregierung darauf, nachhaltigen Konsum in der Praxis zu stärken. Dazu gehört das vom Ausschuss im Beschluss „Nachhaltiger Konsum“ vom 1. Juni 2015 als Leuchtturmprojekt 2015 ausgezeichnete Projekt „Qualitätscheck Nachhaltigkeitsstandards“. Siegel informieren Konsumenten über die Produktionsbedingungen eines Produktes. Die Vielzahl existierender Siegel führt allerdings zu Verwirrung. Daher hat die Bundesregierung das Internetportal www.siegelklarheit.de ins Leben gerufen. Konsumenten können sich damit über den Inhalt eines Standards sowie den Stand der Umsetzung und Überprüfung informieren.
Dieses Portal ist hervorgegangen aus einem Projekt, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiiert und finanziert wurde. Mit der Umsetzung wurde die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beauftragt, die das Projektsekretariat stellt. Für das Portal Siegelklarheit.de ist ein Steuerungskreis verantwortlich, in dem die Bundesministerien für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) sowie Arbeit und Soziales (BMAS) vertreten sind. Betreiber des Portals ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Den Beschluss zum nachhaltigen Konsum des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung vom 1. Juni 2015 finden sie hier.